Sinnhaftigkeit im Leben

Der Kalender „Gedanke für den Tag“, von Robert Betz, begleitet mich in meinem Leben seit 26 Jahren. Ende Februar 2026 steht dort der Eintrag: Das „eigentliche“ Leben eines Menschen beginnt mit circa 50 Jahren. Die Zeit davor war meist unbewusstes „Vorspiel“ im schaffenden Normal-Mensch-Sein. Ab 50 fangen wir in der Regel an, uns für das Wesentliche, für das hinter dem „Normalen“, für unseren Kern, zu interessieren und in unser selbst-bewusstes Frau-Sein oder Mann-Sein einzutreten.

Anders möchte ich das gar nicht formulieren. Auch wenn das Leben bei mir  in dieser Lebensphase noch mehrmals angeklopft hat und gefragt hat: „Hast du die Lektion WIRKLICH gelernt?“ MEINE Zweifel waren immer mal wieder „Und was ist, wenn ich es DOCH schaffen muss?“ Ich bin mir inzwischen sicher, dass in dieser Lebensphase nicht alles „supertoll“ sein braucht. Das Leben möchte, dass wir Schicksalsschlägen eine andere Be-deutung geben. So konnte ich sehr schnell den Gedanken zulassen, dass mein „Burnout“ mit 56 Jahren etwas Gutes in meinem Leben auslösen möchte. Und so war es auch: Mein Ziel, in großer Freude und Zufriedenheit am Ende meiner Arbeitszeit aus dem Berufsleben auszuscheiden, ist wahr geworden. Hast du auch ein Ziel, wie du einmal aus deinem Berufsleben ausscheiden möchtest? UND hast du eine Idee, was du bis dahin noch alles er-leben möchtest?

In diesen Lebensabschnitt fällt in der Regel auch die Zeit der „Begleitung der Eltern“. Nicht selten werde ich vom Leben in die Zeit der Abhängigkeit vom Urteil meiner Eltern (in den Kindheitstagen) geführt und mit sehr starken Gefühlen konfrontiert. Mir in dieser Phase des Lebens erneut Hilfe zu holen, ist Selbstfürsorglichkeit pur. Denn die Gefühle, die manchmal sehr plötzlich und mit großer Vehemenz „aufploppen“, gehören nicht ins JETZT, sondern in die Kindheit. 

Wenn ich gefragt werde: „Welche Überschrift gibst du diesem Lebensabschnitt?“, dann ist meine Antwort ein Zitat von Epiktet: „Nicht die Dinge selbst, sondern unsere Vorstellungen darüber machen uns glücklich oder unglücklich.“ Es liegt also an mir selbst und meinen Gedanken, ob ich mich glücklich fühle. Hast du auch Lust auf ein glückliches Leben?

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