Den Kreis schliessen
Ist es wirklich traurig, sich der Endlichkeit seines Lebens bewusst zu sein? Denn dafür steht ja die Idee, eine bucket list zu schreiben.
Da sage ich ganz entschieden: „NEIN“: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Das ist für mich eine unglaublich befreiende Erkenntnis. Ich denke, ich habe DAS Lebensglück in mein Leben gezogen, wenn ich sagen kann: „Die Lebenserfahrungen, die ich gemacht habe, sind alle Sinn-voll. Sie haben mich zu dem gemacht, die ich bin und ich bin GENAU richtig. Ich bin meinem göttlichen Lebensplan gefolgt, dem ich immer treu geblieben bin. Würde ich heute aus meinem Körper zurück ins Licht geholt, würde ich sagen: „Bingo, alles gelernt. Schule des Lebens in dieser Klasse erfolgreich beendet“.
Karin Kuschik hat die Frage zu dem Thema „Den Kreis schließen“ am Schluss ihres Fragenbuches gestellt: „Wäre heute ein guter Tag zu sterben?“ Deine Antwort auf diese Frage ist Lebenselixier pur und rückt im Zweifelsfall jede stressige Situation an den Ort, wo sie hingehört.
Meinen bewussten „Einstieg“ in diesen Lebensabschnitt habe ich mit einem Seminar bei „Vision der Freude“ gewählt: Zwischen den Welten – das Geheimnis von Leben und Sterben. Teaching: Der Tod ist das größte Mysterium des Lebens. Und den Tod abzulehnen, bedeutet gleichzeitig, das Leben abzulehnen. Im Tod lasse ich alles los – auch meine Konzepte vom Leben. Und das Einzige, das ich „mitnehmen“ kann, ist mein neu erworbenes bewusst-SEIN.
Der Kreis schließt sich. Nichts anderes sagt das Polaritätsgesetz und das Gesetz vom Anfang. Wie stellst du dir deinen Lebenskreis vor? Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht?