Ich muss es schaffen

In dieser Lebensphase bin ich selten schon bei mir selber angekommen. Die Antreiber der Kindheit sind in voller Wirksamkeit: Streng dich an! Nutze die Zeit! Tu was! Was sitzt du hier so faul herum? Schaff endlich was! Bring gute Note nach Hause! Lern was Ordentliches! Kennst du noch mehr? Schreibe deine persönlichen Antreiber auf.

Ich laufe mit meinen „Alten Schuhen“ durchs Leben, immer getrieben von „Ich MUSS ES schaffen“, ohne zu wissen, WAS ich schaffen muss. Ich bin ein Getriebener, brauche den Erfolg im Außen und möchte im Außen für meine Anstrengung gelobt werden. Eigentlich will ich nicht nur gelobt werden, sondern mit Liebe für meine Anstrengung belohnt werden. Das ist auch der Grund, weshalb es in Partnerschaften in dieser Phase kriselt und nicht selten zu einer Trennung kommt, weil ich vergessen habe, rechtzeitig miteinander zu reden. Ehrlich zu reden. Ohne Ausflüchte, ohne das Opferspiel.

Ich habe Erfolg im Außen UND frage mich immer wieder: Warum bitte, bin ich nicht GLÜCKLICH? Ich habe alle Ziele erreicht. „Was mache ich falsch?“ „ Was ist an mir verkehrt?“ werden die verzweifelten Fragen, die anders gestellt werden dürfen, weil es darauf keine Antworten gibt. Ich bin jetzt mitten im Spiel des Lebens. Ich weiß leider nicht, dass ich dieses Spiel weder gewinnen, noch verlieren kann. Ich kann es nur SPIELEN.

Und – habe ich jemals etwas von den Spielregeln des Lebens  gehört?

Wenn nicht, wenn mir also nicht bewusst ist, dass ich auf den Umkehrpunkt im Leben zugehe, dann steure ich (so sicher, wie das Amen in der Kirche) auf eine handfeste Lebenskrise zu. Sie kann der Wendepunkt in meinem Leben werden, denn die Katastrophe kann für die Ent-wicklung meines Selbst ein Segen sein und der Anfang für ein selbstbestimmtes Leben in einer neu entdeckten Freiheit.

Wenn du gerade im „Burnout“ bist, die Depression dich zu verschlucken droht oder du in einer Klinik bist, also Zeit FÜR dich hast, dann triff doch eine lebensverändernde Entscheidung: ich beginne mit dem ersten Schritt. Wäre ICH heute in der Klinik nach meinem Schädelbruch, dann würde ich den 10 Wochenkurs bei Robert Betz belegen, einen Kurs in der Stefanie Stahl Akademie über das Innere Kind buchen und sobald ich wieder laufen könnte, ein Seminar bei „Vision der Freude“ besuchen. Tja, so hat jeder Mensch in einer anderen Zeit andere Möglichkeiten, seinen Weg zu finden. Hat du Lust, DEINEN ganz eigenen Weg zu finden? In Treue zu dir? Vereinbare doch mal einen Termin mit deinem Selbst im „Spiegelgespräch“. Sehr wirksam, um der Sinnhaftigkeit in deinem  Leben näher zu kommen. Glaubst du mir das?

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